Ralf Klement – Element 13

1. Dezember 2020 – 28. Februar 2021

Was bleibt übrig vom Menschen, wenn sein Leben endet? Ralf Klement (*1950 in Erfurt, Atelier in Hüpstedt) gibt mit dieser Ausstellung eine überraschende Antwort: das Element 13 – Aluminium in Form von unzähligen Löffeln, Töpfen und anderen Gerätschaften. Abgenutztes Alugeschirr ist oft die einzige Hinterlassenschaft der Ärmsten dieser Welt. Allerdings ist Aluminium auch Material für Luxusgüter und ein hochinteressanter Werkstoff. Mit dieser Erkenntnis wirft Klement weitgespannte Fragen auf, die letztlich im Nachsinnen über menschliches Tun und Sein enden. Denn jedes der Objekte – neuwertig oder verbeult, billig oder teuer – könnte die Geschichte „seiner“ Menschen erzählen.

Installationen sind elementar für Klements Schaffen. Gemälde, Skulpturen und Objekte erobern miteinander den Raum, stehen zusammen in einem einzigartigen Kontext. Für seine Malereien bringt Klement Farben auf das feinste in überaus vielen Schichten auf. Im reichen Farbrelief bricht sich das Licht, schimmert seidig glänzend wie auf der Aluinstallation und deren feinporigen Oberflächen. So gehören die Malereien kongenial zu einem Gesamtkunstwerk, in das sich auch die heiteren Holzskulpturen mit rauhen Werkspuren und starker Farbigkeit einfügen. Eine charakteristische Mischung aus tiefer Ernsthaftigkeit und vereinnahmender Fröhlichkeit zeichnet Klements Kunstschaffen seit jeher aus. „Element 13“ ist darum alles andere als nur ein Abgesang auf den menschlichen Nachlass, sondern vielmehr ein schillernder Aufbruch in neue Welten und zu einem neuen Bewusstsein unserer Existenz.