Studioausstellung vom 13. Oktober - 22. November 2019
Mojgan Razzaghi – Verboten

Für viele Frauen in aller Welt, egal aus welchen Schichten sie stammen, existieren viele rote Linien und Einschränkungen. Und doch finden sie Möglichkeiten, kreativ zu sein, ihren Neigungen entsprechend zu handeln und selbstbewusst zu leben. Mit all diesen gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekten des Frau-Seins befasst sich die 1974 in Teheran geborene Künstlerin Mojgan Razzaghi, die dort Fotografie an der Azad Universität für Kunst und Architektur studierte. Seit 2011 lebt sie in Deutschland. Für ihr Projekt „Verboten“ kehrte sie in den Iran zurück und inszenierte dort großartige Fotografien mit Musikerinnen, die Violine und Cello spielen – trotz Verbots, weil dabei Körperteile besonders zum Vorschein kommen. Allerdings gilt auch: Was verschleiert ist, existiert nicht in der Öffentlichkeit …

Über Ihre Anliegen schreibt die Künstlerin Mojgan Razzaghi selbst: „Seit meiner Studienzeit und bis heute hat mich immer ein Thema ganz besonders beschäftigt, nämlich das Thema „die FRAU“. Für mich war und ist es besonders wichtig, mich immer über Frauenangelegenheiten und -rechte gesellschaftlicher Natur zu informieren. Für viele Frauen in aller Welt, egal aus welchen sozialen Schichten sie stammen, existieren viele rote Linien und Einschränkungen. In der Tat machen diese Probleme, Einschränkungen und rote Linien, die die Menschen füreinander schaffen, das Leben der Frauen grau und trübe. Doch sind die Frauen trotz aller Einschränkungen durchaus in der Lage, kreativ zu sein, Musikinstrumente zu spielen, zu singen, zu gestalten und bei allem aufrecht zu stehen. Auch versuchen sie, sich dem Zeitgeist anzupassen. Meine Fotos sind die Ergebnisse von Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen aus meinem Leben. Obwohl in meinen Arbeiten begrenzende Rahmen, geschlossene Räume, Paradoxien und das, was nicht sichtbar sein soll, zu sehen sind, können diese zugleich ästhetisch sein. Ich bin froh, sie geschaffen zu haben.“ 

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