Holger Bär – Jeder Punkt zählt

10. März bis 26. Mai 2019

Der Wuppertaler Maler Holger Bär (geb. 1962) greift nicht zu Pinsel und Palette, umseine ungewöhnlichen, neo-pointillistischen Gemälde hervorzubringen: Ein Plotter setzt exakte Farbpunkte auf die Leinwand. Anders als die französischen Künstler des 19. Jahrhunderts, die mit der Hand malend stets die Bildwirkung prüfen konnten, tüftelt Bär vor dem Malprozess alles Punkt für Punkt aus, ordnet Farbwerten Zahlen zu und programmiert Befehle, wo auf der Leinwand Reihe für Reihe Farbpunkte abzusetzen sind und wo nicht. Auch die Farbabfolge, die für die Bildwirkung entscheidend ist, ist vorher festzulegen. 

Bärs Schöpfungen changieren zwischen einem strengen, systematischen Vorgehen und einer spielerischen Experimentierfreude, oft begleitet von einer pfiffigen, hintersinnigen Wahl der Motive. Diese findet Bär zum einen in Stadtansichten, Landschaftsaufnahmen und Fotografien aller Art, die er aufbereitet und auch zu frappierenden Serien wie den Schwärmen von Tieren und Menschen formiert. Zum anderen lassen sich Zahlenkombinationen durch Ketten von Farbpunkten „visualisieren“, woraus ungegenständliche, an Gewebestrukturen erinnernde Arbeiten entstehen. 

Selbst Werke der Pointillisten greift Bär auf, entwickelt deren Drang zur farbleuchtenden, reinen geometrischen Komposition fort und perfektioniert diese Kunstauffassung. Stets zählt jeder Punkt!

Grand Jatte, Acryl auf Leinwand, 2018
1-179317, Acryl auf Leinwand, 2016
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